Der Cyperus 1901 e.V. ist ein gemeinnütziger Aquarien-, Terrarien- sowie Naturschutzverein in Kastel, Berstädter Weg 1a mit einem ca. 12.000 qm großen Freilandgelände sowie einer Vielzahl an Teichen.

An Sonn- und Feiertagen von Ostern bis Anfang Oktober ist das Vereinsgelände für die Öffentlichkeit von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
 

CYPERUS – der Gattungsname einer Sumpfpflanze (Cyperus alternifolius) war Namensvetter für den Verein.
 
Der Verein Cyperus Mainz wurde im Jahre 1901 in Mainz von Freiherr von Kittlitz gegründet.

Briefträger und Vereinsmitglied Martin Petri entdeckte das vom Dyckerhoff als Steinbruch stillgelegte Gelände des heutigen Naturparks.

Am Petersborn wurde im April 1924 zum Aufbau eines Freilands des Aquarien- und Terrarienvereins Cyperus Mainz der erste Spatenstich getan und bis heute eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen beheimatet.

Heute ist dieses Naturparadies nicht nur Sitz des Vereines mit Vereinsheim, Aquarien- und Terrarienschauhaus sondern auch Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Der Cyperus-Naturpark soll unsere engere Heimat widerspiegeln, Heimat für Wildpflanzen und die damit verbundenen Wildtiere.
In unseren Biotopen, Teichlandschaft, Gehölzsäume und Kleingehölze haben wir mehr als 300 Pflanzenarten bestimmt und erfasst sowie eine erstaunliche Vielfalt an Wildtieren. Viele beeindruckende Pflanzen haben so ihren Platz in unserem Park gefunden.

Hier finden Sie auch eine Mauereidechsenpopulation, die zu den bedeutendsten von Hessen und Rheinland-Pfalz zählt.
Unzählige Insektenarten, wunderschöne aber auch lästige, fühlen sich hier wohl.

Man findet Pflanzen, die in unserer Urzeit ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung waren und heute teilweise unbeachtet in Wald und Feld wachsen.

Aber – seit einigen Jahren nimmt der Trend „zurück zur Natur“ wieder zu und man entdeckt Köstliches und Gesundes auch unter dem Gesichtspunkt „Essen als Medizin“. Beachtenswert für Spezialisten und Liebhaber sind auch unsere Sammlungen von Artemisia- und Thymian-Arten.

Der „KARLSGARTEN“.
Um das Jahr 825 erließ Karl der Große ein Gesetzeswerk, in dem er u.a. anordnete, 73 Pflanzen und 16 Bäume, die er namentlich nannte, in seinen Krongütern anzupflanzen. Diesen Garten haben wir verwirklicht. Wir zeigen ihn als ein großartiges Denkmal unserer Gartenkultur aus einer Zeit, in der der König noch zu Pferd mit seinem Hofstaat von Pfalz zu Pfalz zog und versuchte, mit Hilfe der Klöster und Gelehrten seinem Volk Bildung, Kultur und das Christentum zu vermitteln.

Der besondere Reiz unseres Naturparks wird noch unterstrichen durch unsere Teichlandschaft. Viele Teiche, die untereinander verbunden sind und durch 3 natürliche Quellen gespeist werden, bilden das Kernstück der Anlage.

Das Wasser fließt letztendlich über einen rauschenden Wasserfall ab in die Teiche des tiefer gelegenen Tierparks.
Dieser Durchfluss verhindert, dass selbst in strengen Wintern die großen Teiche zufrieren. Allerdings kann sich dadurch das Wasser auch zu wenig erwärmen und ist im Sommer zu kalt, als dass hier sich Frösche, Kröten und Molche einfinden um zu laichen.
Diese naturnahen intakten Gewässer werden von einer reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt bevölkert. Neben echten Wasserpflanzen hat sich eine Vielfalt von Sumpf- und Uferpflanzen angesammelt. Auch die Tierwelt zeigt sich in verschiedensten Fisch- und Amphibienarten und einer ganzen Palette von Wasserinsekten.

Neben vielen Libellenarten und ihren Larven sind hier verschiedene Wasserkäfer, Wasserläufer und Ruderwanzen vertreten. Natürlich fehlen auch die Eintagsfliegen-, Köcherfliegen-, Steinfliegen- und Schlammfliegenlarven nicht.

Und mit Glück kann man auch eine urtümliche Stabwanze oder einen Wasserskorpion sichten sowie noch viele andere Wasserbewohner. Zu Besuch kommen Enten, Fischreiher, Störche und weitere interessante Vogelarten.

So haben wir hier die Wasseramsel und manchmal auch den Eisvogel zu Gast. Ein Paradies für den Naturfreund. Kommen Sie uns besuchen, wir freuen uns auf interessante Gespräche.

Vereinschronik

1901

Im damaligen Mainzer Zoogeschäft Bäumler, am Markt, wurde von den dort verkehrenden Aquarianern die Gründung angeregt. Kurz darauf erfolgt die Gründung im „Central-Hotel“. Aquarienfreund Dr. Bernhard brachte eine Pflanze des Zyperngrases (Cyperus alternifolius) mit. Diese wurde dann Pate für den Vereinsnamen. Freiher von Kittlitz gründete den Verein und wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1906

Der junge Verein veranstaltet in der Mainzer Stadthalle eine große Ausstellung, die sogar vom hessischen Großherzog besucht wird.

Schon damals Exkursionen in Raunheimer Wald (Branipus)

1914

1. Weltkrieg + Beitritt zum VDA.

1919

Erste Versammlung nach dem Weltkrieg 1914/1918 nach mehr als 4 Jahren Unterbrechung; Peter Schreher wurde 1. Vorsitzender; damals bestand noch der „Triton“ und versuchte eine Zusammenlegung, welcher auch nach langem Hin und Her gelang.

1924

Freiland-Anlage

 

Bei einem Dienstgang als Landbriefträger in der Gemarkung Kastel, entdeckte das Vereinsmitglied Martin Petry ein riesiges Baggerloch mit terrassenförmigen Hängen und viel Wasser und Sumpf.

Dieses Loch war entstanden, als man in den Jahren 1900-1904 Erdmassen zum Errichten der Eisenbahndämme für die damals im Bau befindliche Kaiserbrücke benötigte.

Der Berghang des Loches rutschte später nach, bildete eine ca. 50 m breite Terrasse und ließ etliche Quellen zu Tage treten.

Diese einsame Sumpflandschaft, ohne Baum und Strauch, lockte die „Cyperus“-Mitglieder. Es wurde entwässert, die Quellen gefasst, Weiher und Wege angelegt und mit der Bepflanzung des Geländes begonnen. In den Jahren 1925/26 waren es alleine ca. 200 Bäumchen, die man setzte.

1927

1. Vereinshaus

1932

Schauhaus

1951

50 Jahre Cyperus

1954

Im Oktober Ausstellung im Schloss

1954

Schwanenweiher       

wird weiter fortgesetzt